Geschichte der Umweltphysik Das Vorwort

Mit diesem Abriss soll versucht werden die Geschichte des Institutes für Umweltphysik (IUP), nachzuzeichnen. Dies schließt die Beschreibung seiner Vorgeschichte ein, die weit vor die formelle Institutsgründung Anfang 1975 zurückreicht. 

Basis der Beschreibung sind eigene Aufzeichnungen und Erinnerungen der Autoren, Erinnerungen der Autoren an Berichte frühere Akteure, sowie wissenschaftliche Veröffentlichungen, verfügbare Dokumente (zum Teil aus dem Verwaltungsbereich) und Forschungsberichte.
Der Bericht ist - wie alle Formen der Geschichtsschreibung - notwendigerweise durch persönliche Beobachtungen und Sichtweisen beeinflusst. Wir wissen aber, dass frühere und heutige Mitglieder des IUP gerne mehr über die Geschichte „Ihres“ Instituts wüssten. Der vorliegende Text hilft hier vielleicht ein wenig. Wir sind auch überzeugt, dass nur Mitglieder des Instituts diese Geschichte – so lückenhaft sie noch sein mag – schreiben können.
Insbesondere ist es angesichts der großen Zahl von Menschen die über die Jahre am Projekt „Umweltphysik“ mitgewirkt haben, wohl unmöglich alle wesentlichen Entwicklungen und vor allem alle wichtigen Personen, vollständig darzustellen oder auch nur alle zu erwähnen. Die Autoren bitten dafür um Entschuldigung. Nur wer die Vergangenheit kann auch Gegenwart und Zukunft richtig verstehen.

Im Jahr 2025 haben wir das 50 jährige Bestehen des Institutes gefeiert und aus diesem Anlass entstand die Idee für eine Kurze Geschichte der Umweltphysik, die wir hier erzählen. Wir das sind U. Platt, H. Schoch Fischer, K.-H. Fischer, N. Frank, W. Aeschbach mit vielen weiteren Beiträgen für die wir uns am Ende noch ausführlich bedanken. Die Geschichte des Institutes ist durch viele Entdeckungen und große wissenschaftliche Herausforderungen geprägt. Die wichtigste ist sicher der Mensch gemachte Klimawandel, den wir wissenschaftlich seit mehr als 52 Jahren beobachten und untersuchen, wie die Messungen an der Umweltbundesamt - Meßstation Schauinsland zeigen. Ralph Keeling, Professor für Klimaforschung am SCRIPPS Institut in San Diego, hat in seinem Vortrag zur 50 Jahr feier noch einmal betont, wozu wir solche Beobachtungen benötigen.

mehr als 50 Jahre Beobachtung von Kohlendioxid an der Station Schauinsland
Ralph Keeling

Warum brauchen wir noch „Keeling Kurven“? Sie sind die Grundlagen für die Notwendigkeit den Klimawandel zu stoppen. Sie helfen Überraschungen in der Stärke der Quellen und Senken von Treibhausgasen zu vermeiden, und sie sind der Beweis für Treibhausgas Emissionsreduktionen.

Ralph Keeling, 2025 in Heidelberg