This page is only available in German.

Forschungsarbeiten Physik der Umweltarchive Die erfolgreichen Forschungsarbeiten der Physik der Umweltarchive

Juni 2026

Carmen Schöfer: Text folgt

 

Dana Hölkermann: Text folgt

April 2026

Jonathan Stohl hat seine Bachelorarbeit zur Simulation der Neodymisotopie im Nordatlantik abgeschlossen und eine beeindruckende Arbeit abgegeben. Ziel seiner Arbeit war das  Neodym-Ozeanmodells GNOM v2.0.3 zu implementieren und zu untersuchen, wie stark die Nd-Einträge aus dem Nordatlantik, insbesondere aus Island, sein müssten, um die εNd-Werte der Eiszeit nachzubilden.  Anhand von sechs Sensitivitätsexperimente zeigte sich, dass isländische Einträge von Vulkanischem Material allein die beobachteten glazialen εNd-Verteilungen nicht erklären können. Die Ergebnisse zeigen durchweg, dass isländische Einträge allein die beobachteten Verteilungen von εNd während der Eiszeit nicht erklären können. Nur die Kombination mit zusätzlichen nicht-radiogenen Quellen aus der Labradorsee, der Baffinbucht und den Rändern Grönlands ermöglicht eine realistische Nachbildung der räumlichen Gradienten. Eine beeindruckende Arbeit die von Antao Xu betreut wurde. Wir  sagen Danke und wünschen Jonathan auch weiterhin viel Erfolg im Studium.

Norbert Jonathan und Antao

März/April 2026

Lena Gerlach hat eine wunderbare Bachelorarbeit zur Altersbestimmung von Korallen durchgeführt. Für die Zukunft wird aufgrund des Klimawandels eine Zunahme an hochenergetischen Meeresereignissen erwartet. Deshalb sind Datierungen vergangener tropischer Wirbelstürme wichtig, um die Gefährdung der flachen Inseln und Küsten abzuschätzen. Die untersuchten 23 Korallenrifffragmente von der Küste Französisch-Polynesien zeigen drei Phasen erhöhter Sturmaktivität die in den Zeiträumen 3250 bis 2900 Jahre vor heute, 2000 bis 1600 Jahre vor heute und 500 bis 150 Jahre vor heute stattfanden. Diese Intervalle verstärkter Zyklogenese treten synchron mit erhöhter ENSO-Variabilität und abnehmenden globalen Temperaturen auf, was auf eine künftige Abnahme der Stürme in Französisch-Polynesien hindeutet. Lena bestimmte ferner die Uran - Isotopie des äquatroialen Pazifiks zu δ234U = (146,5±0,3)‰ etwas erhöht gegenüber dem Meerwasser-Mittelwert. Vielen Dank Lena für diese erfolgreiche und exzellent geschriebene Arbeit.

Lena Gerlach

Oktober 2025

Am 24. Oktober hat Sahra Greve ihre Doktorarbeit in den Geowissenschaften erfolgreich verteidigt. In ihrer Dissertation untersuchte Sahra wie das naürliche Uranisotopenverhältnis 234U/238U genutzt werden kann Frischwassereinträge in den Ozean (Atlantik) zu quantifizieren. Ihr ist es dabei gelungen zahlreiche neue Entdeckungen zu machen, wie die Möglichkeit submarine grundwasseraustritte zu untersuchen. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist von großer Sorgfalt und Präzision geprägt und erste Publikationen sind in Begutachtung. Sie hat eine Zunahme der Variabilität des 234u/238U Verhältnisses in einer Koralle von Kuba vor mehr als einhundert Jahren dokumentiert und viele methodische Aspekte hoch genauer Messungen des verhältnisses mit Massenspektrometern verifiziert. Dank eines Mobilitätszuschusses des Forschungsprojektträgers konnte sie Grundwasseraustritte auch in Tahiti untersuchen, was die Grundlage für ihre wissenschaftliche Zukunft in Heidelberg gelegt hat. 

Neben ihrer erfolgreichen eigenen Forschung ist Sahra auch sehr erfolgreich in der Betreuung von Studierenden im Bachelor- und Master unterwegs gewesen. Sie hat zahlreiche Forschungsarbeiten mitbetreut und so vielen Studierenden auf ihrem Weg erste Einblicke in die Laborarbeit und Massenspektrometrie eröffnet. Wir hoffen sehr, dass sie in den nächsten drei Jahren noch in Heidelberg Wirken und Forschen kann. Wir wünschen Dir viel Erfolg in der Zukunft und weiterhin spannende Forschungsergebnisse. Wer sich mehr für die Arbeit von Sahra interessiert sei auch auf die Forschungsfilme des SPP2299 hingewiesen in denen Sahra immer wieder zu sehen ist.

Sahra

Juli 2025

Promotion von Yao Wu

Am 09. Juli hat Yao Wu seine Doktorarbeit in den Geowissenschaften erfolgreich verteidigt. In seiner Dissertation verbessert Yao die Präzision und Stabilität der Heidelberger Fluid-Einschluss Linie für Wasserisotopen Messungen. Yao identifizierte und quantifizierte Quellen analytischer Unsicherheiten und entwickelt Korrekturverfahren für kleine Probenvolumen. Die Arbeit untersucht ferner die Kopplung zwischen natürlichen und anthropogenen Faktoren in hydrologischen Veränderungen in der asiatischen Monsunregion, während des mittleren bis späten Holozäns. Letztlich hat Yao auch dazu beigetragen Fluide in Korallenskeletten zu analysisieren mit zahlreichen offenen Fragen über die Kalzifizierung und die internen Fluide. Yao hat seine Arbeit fantastisch publiziert und seine Kochkünste werden uns als unnachamlich in Erinnerung bleiben. Wir sind sehr dankbar für die Finanzierung eines so großartigen Doktoranden durch die Chinesische Wissenschaftsförderung. Wir wünschen Dir viel Erfolg in der Zukunft und weiterhin spannende Forschungsergebnisse.

Promotionsfeier von Dr. Yao Wu

Johanna Spielmann hat ihre Bachelorarbeit erfolgreich abgeschlossen zum Thema: Authigene εNd-Variabilität am IODP-Standort U1304: Einblicke in die Dynamik der Tiefenwasser-Massen und die jahrtausendelangen Antriebskräfte im Nordatlantik

Johanna hat in ihrer Bachelorarbeit die Neodymisotopie des Kerns U1304 aus dem Nordatlantik über die letzten zwei Klimazyklen untersucht, und eine überraschende Oszillation der Isotopie auf Zeitskalen von ca. 12,000 Jahren beobachtet. Ihre Arbeit ist daher wegweisend und wirft viele neue Fragen auf, bezüglich der Tiefenwasserdynamik im Islandbecken. Der Austausch von Wassermassen zwischen dem Islandbecken und der Labradorsee, der durch die Charlie-Gibbs Zone erfolgt, erscheint als markantes neues dynamisches Element im Nordatlantik. Antao Xu hatte mit Johanna Spielmann eine weitere herausragende Bachelorstudentin in seiner Verantwortung, die uns in kurzer Zeit sehr weit voran gebracht hat. Wir sind sehr dankbar, dass Johanna in unserer Forschungsgruppe tätig war und wünschen viel Erfolg in der Zukunft und weitere herausragende Entdeckungen.

Johanna Spielmann

März 2025

Kira Just hat ihre Bachelorarbeit erfolgreich abgeschlossen zum Thema: Eisvolumen verursachte Veränderungen der Neodym-Isotopie des IODP Kerns 982 im Zwischenwasser des Nordostatlantiks

Kira Just hat in ihrer Bachelorarbeit die Neodymisotopie des Kerns 982 aus dem Nordostatlantik untersucht und eine massive Abhängigkeit des Isotopensignals vom globalen Eisvolumen bestätigt. Ihre Arbeit ist wegweisend im Verständnis des Meerwasser-Neodymkreislaufs der vergangenen Klimazyklen und deutet auf ein bereits vielfältig untersuchtes aber unverstandenes Phänomen hin, die Verwitterungsgeschichte der nordhemisphärischen Kontinente im Klimawandel in Kombination mit der Wasserdynamik der Tiefenwasserbildung. Antao Xu hat mit Kira Just seine erste Bachelorstudentin betreut. Kira hat eine herausragende Arbeit geschrieben und wir sind sehr dankbar, dass sie in unserer Forschungsgruppe tätig war. Wir wünschen viel Erfolg in der Zukunft und weitere wegweisende Entdeckungen.

Kira nach der Abgabe ihrer Forschungsarbeit