Ruprecht-Karls-Universitšt Heidelberg

Aquatische Systeme und Stoffkreisläufe

Prof. Dr. Werner Aeschbach-Hertig

Dr. Ingeborg Levin

Dr. J. Ilmberger

 

 

Der Arbeitsbereich "Aquatische Systeme und Stoffkreisläufe" am Institut für Umweltphysik untersucht den Stofftransport innerhalb und zwischen verschiedenen Umweltkompartimenten, insbesondere den aquatischen Systemen (Seen, Grundwasser, Ozean), aber auch der Atmosphäre und Biosphäre. Zentrale Werkzeuge sind dabei Spurenstoff- und Isotopenmethoden, unterstützt durch direkte Messungen physikalischer Parameter (z.B. Temperatur, Strömung, meteorologische Parameter, etc.) sowie durch Transportmodelle. Ein wichtiges Ziel unserer Forschung ist ein besseres Verständnis des Klimasystems, einerseits durch die Untersuchung des Paläoklimas, andererseits durch das Studium der aktuellen Veränderungen der biogeochemischen Kreisläufe von Treibhausgasen (H2O, CO2, CH4, N2O) sowie anderer Spurengase.

Eine wichtige Gruppe unter den von uns eingesetzten Spurenstoffen sind die Edelgase, welche im Grundwasser Information über Paläotemperaturen, aber auch über Aufenthaltszeiten liefern. Das Edelgasradioisotop 222Rn wird zum Nachweis von Grundwassereintritten in Seen ebenso wie zum Studium des Transportes in der Bodenluft und in bodennahen Luftschichten eingesetzt. Breite Anwendung finden auch anthropogene Spurengase wie das SF6, welches in der Atmosphäre sowie in Seen und Grundwasser als (Umwelt-) Tracer verwendet wird. Die stabilen Isotope des Wassers (2H, 18O) sind unersetzliche Werkzeuge zur Untersuchung des Wasser- und CO2-Kreislaufes und dienen als Paläoklimaproxies. Die Isotope des Kohlenstoffes (13C, 14C) wiederum ermöglichen eine quantitative Analyse einzelner Quellen im Kohlenstoffkreislauf sowie die Datierung alter Grundwässer.

 

 

Grundwasser und Paläoklima Limnophysik Kohlenstoffkreisläufe

 

 

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